Dysgnathiechirurgie

Die Dysgnathiechirurgie hat zum Ziel durch Verlagerung der Kieferknochen eine Harmonisierung der Oklusion(Bisses) und des Gesichtes herzustellen. Nach einer ausführlichen Analyse des Gebisses, der Zahnstellung und des Gesichtsprofils sowie einer Funktionsanalyse der Kiefergelenke werden unsere Patienten individuell beraten.
Die Dysgnathiechirurgie stellt in aller Regel nur einen Teil des komplexen Behandlungsplanes von zahnmedizinischen, kieferorthopädischen und chirurgischen Massnahmen dar. In der Marigan Clinic vereinen sich alle für eine erfolgreiche Dysgnathiechirugie erforderlichen Fachdisziplinen unter einem Dach. Es werden dadurch alle Behandlungsschritte optimiert und in idealer Weise aufeinander abgestimmt. 

Die am häufigsten durchgeführten Kieferknochenverlagerungen im Rahmen der Dysgnathiechirurgie sind:

Unterkieferverlagerung

Die operative Verlagerung des Unterkiefers wir unter Vollnarkose durchgeführt. Der Zugang erfolgt über die Mundhöhle, so dass keine ästhetisch störenden Narben sichtbar werden. Durch eine sogenannte sagitale Spaltung (nach Obwegeser und Dalpont) kann der zahntragende Teil des Unterkiefers vom Gelenk- abhängigen Teil getrennt und in korrigierter Position durch Titan Miniplatten fixiert werden. Die Positionsveränderung des Unterkiefers ist hierdurch in allen drei Dimensionen möglich. Aus ästhetischen Gründen kann eine Kombination mit einer Kinnverlagerung (siehe auch Kinnkorrektur) durchgeführt werden. Ein stationärer Klinikaufenthalt erfolgt für die Dauer von einem bis drei Tagen.

Oberkieferverlagerung

 Die operative Verlagerung des Oberkiefers wird ebenfalls unter Vollnarkose durchgeführt. Der Zugang erfolgt über die Mundhöhle und hinterlässt daher keine ästhetisch störenden Narben. Durch eine sogenannte Le Fort I Osteotomie wird der Oberkiefer vom Gesichtschädel getrennt und anschliessend in der neuen gewünschten Position durch Titan Miniplatten fixiert. Es können hierdurch sämtliche Fehlstellungen des Oberkiefers korrigiert werden. In besonderen Fällen kann auch eine zusätzliche Spaltung des Oberkiefers in sich erfolgen (two oder three piece). Auf diese Weise wird dann ein zu schmaler oder zu breiter Oberkiefer entsprechend der individuellen Notwendigkeiten korrigiert. Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel ein bis drei Tage.

Bimaxilläre Umstellungsosteotomie

Bei der Umstellungsosteotomie beider Kiefer (bimaxillär) werden die Ober- und die Unterkieferverlagerung mit oder ohne Kinnverlagerung oder Fragmentierung des Oberkiefers in einer operativen Sitzung nacheinander durchgeführt. Die umfangreiche Veränderung wird zuvor an Modellen und Röntgenbildern exakt berechnet und simuliert. Jeder Patient der Marigan Clinic hat so die Möglichkeit eine genaue Vorstellung der zu erwartenden Veränderungen zu bekommen. 

Die einzelnen Phasen der kombiniert kieferorthopädisch-kieferchirurgischen Therapie umfassen:

  • Kieferorthopädische Vorbehandlung – Dekompensation, Dauer je nach individueller Situation 6 bis 18 Monate
  • Operation – Umstellungsosteotomie
  • Kieferorthopädische Feineinstellung
  • Stabilisieren des Behandlungsergebnisses – Retainment